Sanafürstenland AGSanafürstenland AGBetagtenzentrum Schwalbe

Medienmitteilung vom 14. Juni 2021

Sana Fürstenland stellt Gesuch um Beitrag wegen Ausfällen aufgrund der Covid-19 Pandemie

Wegen zahlreicher coronabedingter Todesfälle im Dezember 2020 und Januar 2021 und der fehlenden Neueintritte ist die Auslastung auf rund zwei Drittel der verfügbaren Plätze gesunken. Daraus entstehen finanzielle Mindereinnahmen, worunter die Liquidität leidet. Es wurde ein Gesuch von einer Million Franken zuhanden der Aktionärsgemeinden gestellt.

Bis im Frühjahr 2021 sind in der Schweiz über 10'000 Personen mit oder an der Corona-Infektion verstorben. Die Mehrheit der Menschen, die in der Schweiz an Covid-19 gestorben sind, hat in Heimen gelebt. Diese Ausgangslage führt dazu, dass derzeit gesamtschweizerisch viele Betten in Alters- und Pflegeheimen nicht belegt sind. Von diesem Umstand ist die Sana Fürstenland AG nicht ausgenommen. Der Betten-Leerstand führt in den Heimen zu erheblichen finanziellen Herausforderungen. Ein leerstehendes Bett verursacht einem Heim jährliche Kosten von rund CHF 90'000.

Die Sana Fürstenland AG hatte bereits 2020 Mehraufwände aufgrund der Coronaschutzmassnahmen und Mindereinnahmen, weil das Restaurant geschlossen werden musste. Darauf hat sie mit Sofortmassnahmen reagiert und konnte für 2021 mit einem ausgeglichenen Budget rechnen. Allerdings hat sich die Situation ab Dezember 2020 negativer entwickelt. Nach einem grösseren Coronaausbruch liegt die Auslastung des Betagtenzentrums Schwalbe seither um einen Drittel unter den Budgetwerten.

Allein im Jahr 2020 sind im Betrieb der Sana Fürstenland AG zehn Bewohnerinnen   und Bewohner mehr gestorben als in den Vorjahren. Fehlende Taxeinnahmen, Mindereinnahmen im Restaurant und höhere Kosten für Coronaschutzmaterial führen zu erheblichen finanziellen Einbussen.

Die Massnahmen wurden seither weiter verstärkt. So wurden Mitarbeiter/-innen an die Spitex und ein anderes Pflegeheim ausgeliehen. Dazu wurde auch Kurzarbeit angemeldet und eingeführt. Bei Kündigungen werden die Stellen nicht oder bei Bedarf nur verzögert neu besetzt. Inzwischen ist auch die Stundungsvereinbarung mit der Katholischen Kirchgemeinde gültig und die Sana Fürstenland AG muss in den nächsten Jahren nur einen reduzierten Baurechtszins für das Grundstück Andreaszentrum bezahlen.

Um einen Liquiditätsengpass zu beheben, ist die Sana Fürstenland AG auf einen Beitrag in der Höhe von einer Million Franken angewiesen.  Aus diesem Grund beantragt sie zuhanden der Aktionärsgemeinden, anteilsmässig einen coronabedingten à fonds perdu-Beitrag zu leisten.

ImpressumRechtliche HinweiseSitemapLogin